Montag, 29. Dezember 2025
Immobilienmarkt aktuell
Die Mehrheit der angespannten Gebiete stimmt gegen die Mietpreisbegrenzung.
In fast der Hälfte (49 %) der rund 300 Gemeinden, die laut der idealista-Studie die Kriterien für die Ausweisung als angespannte Wohngebiete erfüllen würden, war der Sieger der letzten Kommunalwahlen am 28. Mai die Partido Popular (PP). Diese hat bereits angekündigt, die Mietpreisbremse nicht anwenden zu wollen. Rechnet man andere Parteien hinzu, die sich gegen die Mietpreisdeckelung ausgesprochen haben, steigt der Anteil auf 53 %. Dagegen gewann nur in 39 % dieser Orte eine Partei, die Befürworter von Mietpreisbegrenzungen ist, allen voran die PSOE.
Einige der Maßnahmen des neuen Wohnungsgesetzes, das seit dem 26. Mai in Kraft ist, scheinen nach den Ergebnissen der letzten Regional- und Kommunalwahlen vom 28M keine Wirkung zu entfalten. Während seit über einem Jahr eine Begrenzung von 2% bei der Aktualisierung der Mietpreise gilt, die 2024 auf 3% steigen wird, ist eine der zentralen Maßnahmen der neuen Regelung de facto wirkungslos geblieben: die Ausweisung angespannter Wohnungsmärkte durch die autonomen Gemeinschaften, die unter anderem eine Begrenzung für neue Mietverträge in diesen Gebieten vorsieht.
Die Ergebnisse der Regionalwahlen bestätigen die Ablehnung der Mehrheit der Wähler gegenüber Mietpreisobergrenzen und einer Regulierung des Mietmarktes. Diese Haltung spiegelt sich auch in den Kommunalwahlergebnissen wider, insbesondere in jenen Gebieten, die die Voraussetzungen für die Einstufung als angespannter Wohnungsmarkt erfüllen würden.
Laut einer Studie von idealista, dem Immobilienmarktplatz Südeuropas, könnten von den 291 spanischen Gemeinden, in denen diese Maßnahme angewendet werden könnte, in 53% der Gemeinden die meistgewählte Partei gegen eine Regulierung des Mietmarktes sein. Tatsächlich stimmten 49% dieser Gemeinden für die PP, die wichtigste Oppositionspartei, die jede Form der Marktintervention im Mietwesen ablehnt. In 39% der Gemeinden gewann hingegen eine Partei, die Mietpreisbegrenzungen befürwortet, überwiegend die PSOE. Die verbleibenden 8% entfallen auf lokale Listen, die keine Position zum neuen Wohnungsgesetz bezogen haben.